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Stress - ein kurzer Abriss

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entspanntes Schnüffeln

Stress ist Teil unser aller Leben. Auch das Wildtier erlebt Stress, wenn es vor einem Raubtier flüchtet. Diese Situation beschreibt eine akute Stresssituation im Gegensatz zu chronischem Stress. Es hängt vom Ausmaß, der Intensität und der Dauer ab, ob wir von positivem oder negativem Stress sprechen. Vereinfacht ausgedrückt versetzen Stresshormone den Organismus in eine höhere Aufmerksamkeitsstufe. Diese sichert dem Wildtier durch einen raschen Fluchtmechanismus das Überleben. Aber auch Hunger bedeutet Stress und motiviert den Organismus zur Futtersuche. Stress ist daher nicht grundsätzlich schlecht oder ungesund. Die Fragen richten sich eher auf das Ausmass des Stresses und WIE das Lebewesen gelernt hat mit Stress umzugehen?

Wie wir Menschen sind auch unsere Hunde und Katzen unterschiedlich "stressanfällig". Die Ursachen sind vielfältig. Die genetische Disposition spielt hier ebenso eine Rolle wie die Umwelterfahrungen. Wuchsen Hund oder Katze sehr reizarm auf, werden später viel mehr Alltagsdinge Stress bereiten. Erlebten sie in den Frühprägephasen traumatische Erfahrungen, neigen sie oft zu einem grundsätzlich höheren Erregungsniveau, eventuell zu vermehrter Unruhe und sind meist stressanfälliger. Auch die Erfahrungen im Mutterleib spielen eine Rolle. Vergleicht man einen Welpen von einem guten Züchter mit einem Welpen, der zu früh von der Mutter weg kam und bereits als Welpe Schlimmes erfahren musste, sieht und spürt man sofort die großen Unterschiede. Das Urvertrauen eines gesunden Welpen mit einer gesunden Mutter ist einzigartig und bietet die beste Ausgangslage für das weitere Leben. Ohne Urvertrauen ist die Welt immer besser mit Vorsicht zu genießen! So ungefähr dürfen wir uns das vorstellen. ABER, wir können viel ausgleichen. Auch Tiere lernen ihre Leben lang, auch wenn es individuelle Unterschiede gibt. Je mehr unsere Katzen und Hunde lernen, desto leichter können sie sich auf neue Situationen einstellen. Zudem können wir ihnen helfen, mit stressvollen Situationen umzugehen. Viele unserer Katzen und Hunde sprechen zur Unterstützung bei vermehrter Unruhe auf Bachblüten positiv an. Diese Blütenessenzen schaffen eine Art Harmonisierung und damit eine bessere Grundlage für erfolgreiches Lernen. In akuten Stresssituationen haben sich Bachblüten-Notfallstropfen bewährt.

Trennungsstress ist nur eine Stressform von vielen. Eine Ursache ist die zu große soziale Abhängigkeit des Hundes von uns und die damit verbundene Unsicherheit. Es ist sehr wichtig, dem Hund eine gewisse Selbständigkeit und vor allem soziale Sicherheit lernen zu lassen. Bindung ist wichtig, aber sie sollte nicht zu stark sein. Es soll keine lebensbedrohende Situation für den Hund werden, wenn sein Mensch nicht bei ihm ist. In solch extremen Fällen spricht man von einer trennungsbedingten Angststörung. Als begleitende Unterstützung in der Therapie leisten Bachblüten oft gute Dienste.

Lärm, Krach, Unruhe – dies alles verursacht auch bei unseren Haustieren Stress! Stresshormone müssen vom Organismus erst wieder abgebaut werden. Daher sind Ruhephasen sehr wichtig! Nach einer Hundeausstellung zum Beispiel, benötigt ein Hund ungefähr zwei bis drei Tage zum Abbau der Stresshormone.

Stadtleben bedeutet auch häufig Stress für Hunde. Daher sollten wir mit ihnen viel in den Wald, ins Grüne fahren. Kinder können auch Stress bedeuten. Mit anderen Worten müssen wir immer darauf achten, dass unsere Haustiere die Möglichkeit für Rückzug und Ruhephasen haben. Kauen entspannt! Bevor sich der Junghund selbst etwas zum Kauen sucht, können wie ihm etwas anbieten und ihm helfen.

Für reine Wohnungskatzen kann ein neues Möbelstück, ein neuer Partner, plötzlich viel alleine gelassen zu werden oder gar ein Umzug massiven Stress bedeuten. Katzen leben bei reiner Wohnungshaltung relativ reizarm und sind zudem oft unterbeschäftigt. Katzen mit Freigang sind bis zu 10 Stunden im Freien unterwegs um Mäuse, Vögel... zu fangen, einfach nur umher zu streifen und das Leben zu genießen. Wir können Ihnen die große weite Welt mit Zweigen aus der Natur ins Wohnzimmer bringen. Auch vom Einkaufen mitgebrachte Schachteln oder Papiertüten (Griffe unbedingt abschneiden wegen einer möglichen Verletzungsgefahr) gestalten das Leben ein wenig abwechslungsreicher. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.


Beschäftigung und Bewegung sind Grundbedürfnisse von Hund, Katz und Co, denen wir Rechnung zu tragen haben. Aber, es kann auch ein zu viel sein. Wir sollten unser menschliches Leistungsdenken und -streben nicht unserer Tieren überstülpen. Ihnen ist ein gewonnener Pokal herzlich egal. Wir dürfen uns hingegen fragen: Wie lebt eine Katze mit Freilauf? Womit verbringt sie ihre Tage und Nächte? Wie sieht der Alltag eines Strassenhundes aus? Woher kommt unser Haustier ursprünglich? Wie sah die Umwelt seiner Heimat aus? Der Esel muss sehr karg gefüttert werden, weil er aus kargen Gegenden kommt. Ansonsten sind Krankheiten vorprogrammiert. Pferde sind Weidetiere und brauchen viel Auslauf. Fehlernährung bedeutet auch Stress für den Organismus. Nicht artgerechte Haltungsbedingungen ebenso.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Übernahme unseres Stresses durch unsere Hunde und Katzen. Manche Tiere versuchen sogar einen Ausgleich zu schaffen und man kann dann beispielsweise eine Übersprungshandlung wie Gähnen beobachten. Manche kläffen vermehrt, so zu sagen für uns! Sie wissen zwar nicht was los ist, aber unsere Nervosität, Unruhe, Anspannung und Stress überträgt sich auf sie.

Unter Stress ist lernen kaum oder zumindest nur erschwert möglich. Daher ist es wichtig, dass wir Menschen vor dem Training mit dem Tier Entspannung finden. „In der Ruhe liegt die Kraft“ - wenn man so will. Ebenso wie sich unsere Anspannung überträgt, überträgt sich auch Entspannung und innere Ruhe!

Ein traumatsches Erlebnis kann auch bei einem Tier zu einer posttrauamatischen Belastungsstörung und damit auch zu einer chronischen Stresssituation führen.

Es ist wichtig die Stresssymptome von Hunden, Katzen und Co zu erkennen, um positiv einwirken zu können. Zudem verstehen wir dann vieles im Verhalten unseres Haustieres besser!

Des Pudels Kern ist also Entspannung! Bei manchen Formen von Angststörungen, chronischem wie akutem Stress oder auch nur Unruhe kann man sachte mit Bachblüten, Australischen Buschblüten, Homöopathie, Pheromonen und Nahrungsergänzungsmitteln unterstützend einwirken. So bringt man das Tier auf einen Level, wo lernen und damit ein erfolgreiches Training möglich wird. Das Tier soll ja positive Lernerfahrungen machen. Bei schwerwiegenderen Fällen besteht mittlerweile auch die Möglichkeit einer Unterstützung durch Psychoparmaka.

GANZHEITLICHE SICHT:
Die körperliche (physische), emotionale (psychische) und geistige (mentale) Ebene bilden bei Mensch und Tier immer eine Einheit. Wichtig ist daher die ganzheitliche Betrachtung auch bei Verhaltensauffälligkeiten! Dementsprechend ist der Wert einer ausgewogenen Ernährung nicht zu unterschätzen. Der Stoffwechsel ist ein komplexes System und somit beeinflusst die Ernährung auch das psychische System.

Ein Beispiel ist das Reflexpinklen, welches den vermehrten Harndrang bei Hunden und Katzen benennt, auch fälschlich als Protespinkeln bezeichnet.  Der Grund erläutere ich gerne auf Anfrage. Nur so viel: Das Limbische System spielt ebenso eine große Rolle wie die Tatsache, dass Blase und Darm selbständige Steuerungsmechanismen besitzen. Auch wir Menschen kennen den vermehrten Harndrang in aufregenden oder stressigen Situationen. Die Psychosomatik macht auch bei Hunden, Katzen und Co nicht halt. Der Einfluss der Emotionen auf Körperfunktionen ist mittlerweile auch bei unseren Haustieren unbestritten.

Für konkreten Fragen stehe ich gerne in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

   
© Elke Söllner